Unerwünschtes Kino

Der Ausschluss jüdischer Filmschaffender aus der deutschen Filmproduktion ließ nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im März 1933 nicht lange auf sich warten. Vertrieben aus Deutschland, flohen viele von ihnen in die angrenzenden Länder. Doch auch hier wurde es für sie zunehmend unmöglich, Arbeit bei den etablierten Produktionsunternehmen zu finden.

In dieser Situation bildete sich um Wien und Budapest eine unabhängige Produktionslandschaft heraus – das Unerwünschte Kino. Das Filmarchiv Austria beleuchtet Protagonisten und Werke dieser kurzen, aber ereignisreichen Periode des deutschsprachigen Exilfilms und präsentiert zahlreiche Objekte und Dokumente aus der eigenen Sammlung.

Begleitend zur Ausstellung widmet sich im Oktober und November eine erste Schau den Filmen vor der Vertreibung. Im Dezember ist der zweite Teil – Produktionen des Unerwünschten Kinos – zu sehen. Des Weiteren wird die neue Publikation von Armin Loacker zu diesem brisanten Kapitel der österreichischen Film- und Zeitgeschichte vorgestellt.

Jahr 2019
Kurator*innen Anna Hörner, Armin Loacker
Eröffnung17. Oktober 2019
Öffnungszeiten 18.10.19 - 31.1.20, täglich von 14:00 bis 21:00
Adresse METRO Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien
Links www.filmarchiv.at
Typ Architektur, Ausstellung, Ausstellungsgestaltung, Design
MVD Joanna Zabielska, Martin Embacher, Michael Rieper, Valerie Danzer, Veronika Platz